Bio-Anbauverbände

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Zu den Bio-Anbauverbänden zählen Naturland, Gäa e.V., Ecoland, Ecovin, Demeter, Bioland, Biopark und Biokreis. Diese Anbauverbände unterliegen unterschiedlich strengen Richtlinien. In ihnen ist ein Großteil der deutschen Betriebe organisiert, die ökologisch wirtschaften. Insgesamt sind es weit über 10.000 Betriebe.

Es ist jedoch allen Anbauverbänden gemeinsam, dass ihre Anforderungen die der Öko-EG-Verordnung bei weitem übertreffen. Die Bio-Anbauverbände verpflichten sich z.B., den gesamten Betrieb auf ökologischen Anbau umzustellen. Nach der Öko-EG-Verordnung muss nur ein Teil des Anbaus umgestellt werden. Auch die Regelung für das Tierfutter ist bei den Bio-Anbauverbänden deutlich strenger als es die Öko-EG-Verordnung vorgibt. Das Tierfutter muss bei den Bio-Anbauverbänden überwiegend aus hofeigener Produktion stammen. Ein weiterer Unterschied betrifft die erlaubten Lebensmittelzusatzstoffe: nach Öko-EG-Verordnung sind es 36, die Bio-Anbauverbände erlauben noch weniger. Weitere Unterschiede zwischen Öko-EG-Verordnung und Bio-Anbauverbänden betreffen die zulässige Menge an Düngemitteln sowie Insektenschutz.

Neben den Unterschieden zwischen Öko-EG-Verordnung und Bio-Anbauverbänden gibt es aber auch Unterschiede in den Regeln der einzelnen Bio-Anbauverbände. Zwar orientieren sich alle Verbände an den Richtlinien der IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements), dennoch kann die Auslegung bei einzelnen Verbänden unterschiedlich sein. Das wirkt sich auf die Richtlinien der Verbände aus und hat zur Folge, dass deren Regelwerk z.B. im Hinblick auf Tierhaltung, erlaubte Zahl an Tieren pro Fläche und weitere Punkte unterschiedlich sein kann. Es ist aber festzuhalten, dass alle Bio-Anbauverbände strengen Regeln unterliegen, so dass man beruhigt zu ihren Produkten greifen und sich sicher sein kann: wenn hier Bio draufsteht, ist auch 100% Bio drin.

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